Sonntag, 22. Januar 2012

über 20 Jahre Goa Trance

Unsere nächste GOA-Reise steht vor der Türe. Mich interessiert dieses Mal im Besonderen, wo der Trance in GOA unterdessen steht? Welche "Überbleibsel" gibt es? Hoffe, ich kann euch musikalische Kostproben davon mitbringen.



Die Geschichte des Psytrance begann in Indien. Dieses Land zu ergründen und zu verstehen, bedeutet auch, sich auf die "Verrücktheit" des Landes einzulassen, sein surreales Chaos und seine Lebensarten stehen zu lassen und sich von ihnen treiben zu lassen.
Indien war schon immer ein facettenreiches Land, das weit weniger touristisch erschlossen ist, als viele andere asiatische Länder.

Bereits in den sechziger Jahren entwickelte sich GOA zu einem Treffpunkt von Esoterikern, Mystikern, nach Spiritualität, Freiheit und Wahrheit Suchenden, von Anarchisten, New-Age-Philosophen, Outlaws, Drogendealern und andere "Freaks".
Dabei entstand ein buntes psychedelisches Paradies der Jetset-Hippies und Lowcost-Traveller, die von den freundlichen Einheimischen offen aufgenommen wurden.
Dieses "freie" Leben verlief recht lange sehr gut und unbeobachtet.

Beispielweise wurde das indische Hasch "Charas" erst in den siebziger Jahre durch Druck der amerikanischen Regierung verboten. Vorher war es ein Teil religiöser Praktiken und Lebensweisen von Yogis und Sadhus, gleichsam ein Teil indischer Kultur.
Mit den feierfreudigen Besuchern kamen natürlich auch Partys auf - mit der Musik der Zeit, wie Psychedelic, Rock und später auch Reggae.
DJ Goa Gil war bereits 1970 aus Kalifornien mit seiner Gitarre nach Goa gekommen, wurde schliesslich der erfolgreichste Protagonist des Pschedelic Electronic Dance und bleib es bis heute.

Da Goa spätestens ab Ende April für Europäer und Amerikaner zu heiss und zu nass (Regenzeit Juli -August) wird, kehrten die Freaks notgedrungen immer wieder in ihre Herkunftsländer zurück und verbreiteten dort diese Art von Party-Kultur und Musik.

Aus dem ständigen Zusammentreffen verschiedener Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und musikalischen Backgrounds entwickelte sich mehr und mehr ein eigenständiger Musikstil, den man schliesslich Goa-Trance und später Psychedelic Trance nannte.

Goa wurde immer mehr ein "wilderes Pflaster", was natürlich auch die Aufmerksamkeit der Behörden erhöhte, die natürlich auch daran verdienen wollten und reichlich "Bakschisch" für die Partys verlangten.

In der Saison 95/96 wurde dann erstmals ein komplettes Partyverbot von der Regionalregierung auferlegt. Damit verlor GOA natürlich seinen ursprünglichen Charme und die Bedeutung für die Trance-Szene.
Dafür sprühte der musikalische Funke längst über den gesamten Planeten.

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